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3. Teil der Trilogie „Drei Farben: schwarz-rot-gold!“

Geld gilt, und sonst nichts. Geld, das nicht gilt, ist kein Geld. Wenn Geld weniger gilt, gibt es mehr Geld, wobei mehr Geld weniger gilt, als gestern weniger Geld.

Geld ist Tauschmittel, es bewahrt Wert auf, und es misst ihn. Das ist ökonomischer Grundkonsens. Aber welcher Art ist besagter Wert? Wie ist er meßbar? Und in welchem Maße hat das Geld selbst an ihm teil?

Mit diesen Fragen begibt sich Theater La Lune in den Irrgarten des Geldes, fragt nach bei Reichen und Armen, staunt in Konsumtempeln und Umsonstläden, lädt Gäste an eine goldene Tafel und wäscht Geld auf der Prager Straße, lässt sich inspirieren von Shakespeare und Occupy-Aktivisten und legt ein System der eigenen Abhängigkeiten frei.

MAMMON erzählt mit einem Augenzwinkern von den Mechanismen, die hinter der Schnödigkeit stecken und wenn der Irrgarten naturgemäß auch keinen Ausweg bietet, dann vielleicht doch die Erkenntnis, dass die Krise des Finanzsystems auch eine Chance auf Veränderung birgt.

Premiere am 10. März 2016 im Societaetstheater

weitere Termine: 18. & 19. März / 27. April / 13. & 14. Mai

Gefördert von: Amt für Kultur und Denkmalschutz Dresden, Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, Fonds Darstellende Künste, Dresdner Stiftung Kunst&Kultur der Ostsächsischen Sparkasse und Societaetstheater.

TRAILER von Artgenossen.tv

Presse

Dresdner Neueste Nachrichten 12.03.2016

Das Theater La Lune widmet sich in Zusammenarbeit mit dem Societaetstheater mit der Triologie „Drei Farben: schwarz-rot-gold“ den aktuell ganz großen Themen des politischen Diskurses. Nach dem Blick auf die Migration in der Produktion „Heimisch“ und dem Thema Revolution, umgesetzt im Stück „Revolte in Arbeit“, geht es nun in „Mammon“ um das liebe Geld.
Zum Zaster hat jeder eine Meinung – unabhängig davon, ob die Taschen gefüllt oder gähnend leer sind. Geld, zunächst nur ein Tausch- und Zahlungsmittel, ermöglicht, aber beschränkt auch, wenn es fehlt, unser Leben, ist Treibstoff und Suchtmittel der gesamten Gesellschaft, bestimmt die Politik und hat schlussendlich meist das letzte Wort. Kaum größer könnte der Rahmen einer Betrachtung sein. Doch Regisseurin Veronika Steinböck gelingt das Kunststück, den Bogen denkbar weit zu spannen und sich so dem Thema von verschiedenen Seiten zu nähern. […] Zu Wort kommen Karl Marx, Warren Buffet und Mark Zuckerberg, ein Turbokapitalist, der ganze Regierungen stürzt, aber auch eine Dresdnerin, gespielt von Renate Regel, die „OfW“ ist – ohne festen Wohnsitz. Steinböck hat viele starke Aussagen zusammengetragen, sogar von Bushido, der sagt: „Egal wie viele Möbel ich in meine Villa reinstelle, ich habe immer ein Echo“. […]

Sächsische Zeitung 16.03.2016

„Die Laminatisierung des Lebens“

[…] Den Bogen zwischen Arm und Reich, Geiz und Verschwendung, Neid und Wohltätigkeit spannt das Dresdner Societaetstheater. In dem Theaterstück „Mammon“ erkunden drei Schauspieler, ob Geld glücklich macht, wie sich Armut anfühlt und was die Griechen mit unserer Lebensversicherung zu tun haben. […] Für das entstandene Materialkonvolut haben sie in „Mammon“ eine schlichte, zurückhaltende Form gefunden. […] Eine Klammer ist Shakespeares „Timon von Athen“ über den Wohltäter, der am Ende selbst bankrott ist und sich vom System abwendet.
Auch hier tasten sich die Darsteller vorsichtig an den Text heran, spielen die Dialoge stark reduziert. So entsteht eine nachdenkliche, fragmentarische Sammlung, die nicht ganz fertig wirkt. Aber das wird man mit diesem Thema wohl nie sein.

 

MAMMON Theater La Lune 1-300 Foto Detlef Ulbrich Mit Renate Regel, Felix Voigt, Julia Amme v.l

MAMMON Theater La Lune 4-300 Foto Detlef Ulbrich Mit Felix Voigt, Renate Regel

MAMMON Theater La Lune 2-300 Foto Detlef Ulbrich Mit Renate Regel, Julia Amme, Felix Voigt v.l

Fotos von Detlef Ulbrich