REVOLTE IN ARBEIT   2. Teil der Trilogie   „Drei Farben : schwarz-rot-gold!“

Drei SchauspielerInnen und ein Musiker mit Midi-Fighter üben die Revolte. Gründe, Widerstand zu leisten gibt es mehr als sie bewältigen können. Um die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit zu überwinden, bedarf es des Trainings. Unentwegt bringen sie ihre Körper in einen Zustand des Aufbegehrens, stemmen sich gegen von außen auferlegte oder verinnerlichte Zwänge, reiben sich an Zitaten revolutionärer Vorbilder oder reaktionärer Antagonisten und kämpfen gegen die lächerliche Unfähigkeit an, etwas Wesentliches tun zu können. Revolte in Zeiten von Pegida: „Dieser fiese Wutbürger-Aufstand hat das komplette Theaterstück vereinnahmt. Wie soll man…

HEIMISCH  1. Teil der Trilogie   „Drei Farben: schwarz-rot-gold!“

Wenn im Alltag, in der Politik oder in den Medien über Migration gesprochen wird, bekommt man den Eindruck, dass der Flüchtling die Ausnahme darstellt. Der normale Zustand ist angeblich, dass jeder sein Haus, sein Land, seine Nation hat und dass diejenigen, die da zu uns kommen, diese Normalität und Ordnung stören. Wenn man sich jedoch die Menschheitsgeschichte anschaut, ist Migration eigentlich der Normalzustand und Sesshaftigkeit die Ausnahme. Weltweit leben heute rund 200 Millionen Menschen dauerhaft in einem fremden Land, vor allem in den Industrienationen. In den vergangenen 50 Jahren hat…

TINTE SCHLUCKEN

In der Schuhle liegt der Fehler Schüler verbringen bis zu dreizehn Jahren in der Schule. Insgesamt bis zu 2.500 Tagen, das sind 15.000 Stunden oder 900.000 Minuten. Sie gehen als Kinder hinein und kommen als Erwachsene heraus. Wie oft wurden sie in dieser Zeit gefragt, wie sie Schule erleben? Im Theaterstück TINTE SCHLUCKEN kommen 11 SchülerInnen aus verschiedenen Schulen zu Wort, erzählen von Alltäglichem & Absurdem: Dem Umgang mit dem Handy im Unterricht, Begegnungen der dritten Art an der Tür zum Lehrerzimmer und wie es ist, wenn während der Klassenarbeit…

KREIDE FRESSEN

– von Schülern und Lehrern – „Ich hab die Schnauze voll … ich kann die nicht mehr sehen, ich will die auch nicht mehr sehen, ich halt die nicht mehr aus, können nix und glotzen dich an wie´n Auto, wenn du ihnen was beibringen willst, dann bleiben sie eben in ihrer Scheiße … ich hol sie bestimmt nicht da raus, ich hab getan, was ich konnte, aber sie wolln ja nicht … verdammt, ich bring noch mal einen um …“ In einer Collage aus dokumentarischem Material, gewonnen aus einem Rechercheprozess…

JUST A LITTLE BIT RACIST

Am 1. Juli 2009 wird am Dresdner Landgericht eine Ägypterin von einem Russlanddeutschen aus rassistischem Hass mit 16 Messerstichen ermordet.
Anlass zur Revolte, Anklage aber auch Selbstreflexion.

Fragmentarisch wollen wir jene Realitäten durchleuchten, in denen ein solcher Mord möglich war …

REISE NACH JERUSALEM

Eine Stückentwicklung basierend auf dem Reisetagebuch der Schauspielerin Julianna Herzberg, das im August 2006 während des 33-Tage-Krieges in Israel/Palästina entstand. Aufführungen in deutscher oder französischer Sprache. Würden Sie in ein Kriegsgebiet reisen, um einen Freund zu besuchen? Anna tut es. Sie bricht auf in ein Land, dessen Stempel sie in keinem Pass gesehen hat: Palästina. Sie fährt mitten ins Krisengebiet: Israel/Palästina befindet sich im Krieg mit der libanesischen Hisbollah. „Wenn Du etwas verstehen willst, komm jetzt“ hat Said gesagt. Und die junge Frau aus Deutschland fährt. Es handelt sich um…